Im neuen Zuhause

Vor allem Kinder möchten natürlich sofort mit ihren neuen, kleinen Familienmitgliedern kuscheln. Doch selten sind die Kleinen wirklich davon begeistert - für sie ist erst einmal alles fremd.
Britta war so lieb und hat uns diese Mail gesendet. Der Umzug in die neue Familie - aus der Sicht von zwei kleinen Hopplern.

Wir möchten die Mail hier an dieser Stelle veröffentlichen, vielleicht hilft sie Kindern und Erwachsenen dabei , ihre kleinen Hoppler besser zu verstehen und die Enttäuschung zu mildern, wenn die Kleinen am ersten Tag noch nicht gleich vertrauensvoll angerannt kommen. Doch sobald sie sich in ihrem neuen Heim sicher und geborgen fühlen - wird die Neugier siegen.


Liebe Astrid,
du hast die ersten Wochen unseres so jungen Lebens sehr gut für uns gesorgt. Danke schön!
Aber was hast du dir bloß dabei gedacht, dass wir in dieses komisch kleine Ding (Transportbox) gesperrt werden durften und wir von dir weggebracht wurden? Eine Kaninchenewigkeit hat es gedauert bis dieses lärmende Ding (Auto) endlich still war. Und dann kam diese Frau auch schon wieder. Sie hat die ganze Zeit etwas von sich gegeben. Als ob wir sie verstehen könnten?


Mit Geruckel ging es viel leiser weiter. Endlich standen wir in diesem Ding sicher. Da öffnete sich unser Dach wie von Geisterhand und grabsch... schon waren wir in eine riesige Behausung mit vielen Etagen eingesperrt. Es roch alles ganz anders als bei dir.
Du glaubst gar nicht, was da plötzlich los war. Mehrere große Zweibeiner kamen nacheinander und glotzten ständig in unsere Behausung. Wir haben uns die ganze Zeit versteckt - sicher ist sicher. Schließlich wollten wir doch gleich mal klarstellen, nach wessen Nase das geht.

Als es endlich still und dunkel war, haben wir uns rausgeschlichen und gefuttert. Es schmeckte gar nicht so schlecht. An deine Speisen kam das Futter nicht heran,aber das lernt die Zweibeinerin sicher noch (wir sorgen schon dafür !!) und schließlich hatten wir Hunger. Es wurde wieder hell und diese Zweibeinerin kam wieder rein, schaute in die leeren Näpfe und freute sich sehr, die Näpfe nahm sie mit. Ob sie sich wohl freute, dass sie uns die Näpfe wegnehmen konnte? Die waren aber doch leer. Komisch ist die, sagen wir dir.

Jeweils morgens und abends öffnen sich die Mauern unserer Behausung.Aber was sollen wir da draußen. Da gehen wir nicht hin, viel zu unheimlich ! Wir bekommen inzwischen immer das zu essen, was wir am liebsten mögen. Alles andere lassen wir liegen. Sie bringt uns dann eh unsere Leibspeisen. So übel ist die Zweibeinerin auch gar nicht. Die ist nur ein wenig penibel. Jeden Tag kommt sie ehe es dunkel wird und macht unsere Pipi-Ecken weg. Unsere Reviermarkierung!! Spinnt die?!?
Normalerweise schnuppern wir an ihrer Vorderpfote, wenn sie uns die frisch gefüllten Näpfe bringt oder die alten, fast leeren Näpfe abholt. Vor einigen Tagen allerdings hat sie uns wieder in dieses kleine Ding gesperrt. Erst Geruckel, dann dieses lärmende Ding und wieder Geruckel. Wir kamen aber nicht in eine neue Behausung wie wir dachten. Nein - schon wieder eine Fremde! Auf einem kalten und glatten Boden hat die Fremde (Tierärztin) uns gesetzt, um uns anschließend erst ein wenig zu kraulen und dann zu pieksen - mit zwei Spritzen. Wir waren aber tapfer! Seit dem sind wir etwas ungnädig mit unserer Zweibeinerin, schließlich hat sie uns dorthin gebracht. Verräterin!
Uns geht es zugegebenermaßen sehr gut. Wir sind zu Shooting-Stars geworden. Kannst du dir anbei auf den Photos angucken. Wir danken dir herzlich für deine Photos und die Abstammungsurkunde. Vielleicht sehen wir uns mal wieder. Wir beiden würden uns freuen.

*hoppel*

Leonie und Leon

Anmerk.: Text : Britta B. , © Britta.B. /Teddyzwerge-online